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Gedanken

Träume

Antosia Wieczorek

Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal einen Blog für meine Tochter schreiben würde. Wie man sieht, schreibt das Leben seine eigenen Drehbücher und wir können uns einer Sache nie sicher sein. Es stellt unsere Pläne und Träume schonungslos auf die Probe, und wir haben keinerlei Einfluss darauf.

Ihr werdet mir wahrscheinlich zustimmen, dass wir in ziemlich verrückten Zeiten leben… Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man traditionell an einem Samstag heiraten möchte, etwa zwei Jahre im Voraus mit der Planung beginnen muss. Um einen Platz in einem staatlichen Kindergarten zu bekommen, melden Eltern ihre Kinder angeblich schon vor der Geburt an oder lassen sich aus Verzweiflung scheiden, weil Kinder von Alleinerziehenden bevorzugt werden. Ich hoffe, dass ich das nie selbst am eigenen Leib erfahren muss. Wir stellen uns noch nicht in die Warteschlange. Wir wissen nicht, was morgen sein wird.

In all dieser Hektik fangen wir wohl alle an, zu viel vom Leben zu erwarten. Ständig nur Warten und Warten, das Erreichen des nächsten Ziels. Wo bleibt bei all dem die Zeit für das eigentliche Leben? Obwohl Antosia erst seit Kurzem auf der Welt ist, hat sie mich gelehrt, jeden Augenblick zu genießen.

Und jetzt habe ich, statt eines ganzen Berges unnötiger Träume, nur noch einen einzigen. Ich weiß, dass er in Erfüllung gehen wird. Ich wünsche mir, dass Antosia laufen kann…

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Antonina Wieczorek

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